Interne Gruppendynamik und strukturelle Betroffenheiten – ein Workshop mit Cindy Salzwedel
Im Workshop „Antifaschismus und Feminismus“ beschäftigen wir uns im ersten Teil mit den Themenkreisen ‚Faschismus und Patriarchat‘, ‚Feminismus‘, ‚Herrschaftskritik‘ und ‚antifaschistische Arbeit‘. Wir tauschen dazu unsere Perspektiven aus und formulieren unser je eigenes Verständnis zu diesen Themen, das sich im Laufe der Veranstaltung durch neue Analysen, Kontexte und Diskussion entwickeln, erweitern und verändern kann.
Zur Konkretisierung geht es um Konzepte antifaschistischer Arbeit und deren strukturelle und personelle Umsetzung, sexistische Strukturen innerhalb antifaschistischer Gruppen und Netzwerke sowie die Einbettung dieser in gesellschaftliche und kapitalistische Herrschafts- und Machtstrukturen. Über die Reflexion der individuellen Verstrickungen der Teilnehmenden in Machtverhältnisse sollen Verletzlichkeiten innerhalb ihrer antifaschistischen Gruppe, als auch durch außerhalb der Gruppe sichtbar werden, wodurch Bedarfe formulierbar werden können. Mögliche Themenfelder sind dabei Frauen als Akteurinnen, das Konzept „Frauenräume“, Reproduktions- und Lohnarbeit, (Self-)Care und Community Accountability, sowie Kommunikation, Konfliktfähigkeit und Gruppendynamiken.
Der dritte Schritt stellt gemeinsam zu entwickelnde Umgangs- und Veränderungsstrategien vor. Welche Ansprüche stellen die Teilnehmenden an herrschaftskritische feministische Antifaschismus-Arbeit? Welche Potenziale bieten sich durch den Abbau von Ausgrenzungen? Dabei könnten Ansatzpunkte sein Gruppenprozesse deutlich wahrzunehmen und zu verändern, Intervention in Dominanzstrukturen zu konkretisieren, eine Reflexion der angewendeten Aktionsformen vorzunehmen und Empathie für eigene und die Fähigkeiten und Möglichkeiten Anderer zu entwickeln.
Ziel des Workshops ist es Anregungen in Wahrnehmung und Umgang mit Sexismus und Machtgefälle in der antifaschistischen Arbeit zu geben, die Entwicklung von Möglichkeiten der praktischen Um_gestaltung von antifaschistischer Arbeit zu unterstützen und die machtkritische Haltung der Teilnehmenden zu stärken.